Ralph Schertlen

Elektroingenieur (und nebenbei Fitnesstrainer, von 2009 bis 2015 nebenberuflich Dozent für Elektrotechnik an der DHBW, sowie seit 2014 Stadtrat)
Geboren am 26. September 1969 in Stuttgart, Bad-Cannstatt.
Lebt in Stuttgart seit 1969 mit zwischenzeitlicher, 26-jähriger Unterbrechung (1979 – 2005). Derzeit wohnt er im Stadtteil Nord.


1. Warum bist du Stadtist?

Das Lagerdenken der „etablierten“ Parteien mag ich nicht, damit verbunden z. B. im Bund die gegenseitige Blockade zwischen Bundestag und Bundesrat bei unterschiedlichen Mehrheiten. Auch von den klassischen „links-rechts“-Schemata halte ich nicht viel. Ich möchte gestalten, Dinge bewegen, gemeinsam mit anderen Verbesserungen erreichen. Dazu dürfen gerne je nach Thema Leute (bzw. Parteien) aus unterschiedlichen Lagern mitmachen. So haben wir es auch bei den Stadtisten formuliert: „Wir laden andere ein, unsere Ideen mitzutragen, und werden ebenso die guten Ideen sämtlicher anderer, außer menschenfeindlicher, Parteien unterstützen.“ Mir ist ein „Miteinander“ wichtig, auf ein „Gegeneinander“ kann ich gerne verzichten.

Gesellschaftlich kann es auch nur dann funktionieren, wenn nicht Mehrheiten über Minderheiten bestimmen, sondern gegenseitiger Respekt die friedliche Koexistenz unterschiedlicher Lebensformen ermöglicht. „Pluralismus“ ist das Zauberwort dafür. Diesen Freiraum zu erhalten bzw. zu schaffen ist meiner Ansicht nach Kerngedanke der Stadtisten.

2. Welche kommunalpolitischen Themen liegen dir am Herzen?

Verkehr, Jugend, Sport (Breitensport), Kultur (Proberäume, Nachwuchsbands,…) und Städtebau.

3. Was gefällt dir besonders gut an Deinem Stadtteil? Und was weniger gut? Oder fehlt Dir etwas?

Gut gefällt mir die Diversität des Nordens, vom Killesberg bis hin zum Nordbahnhof. Außerdem finde ich die Wagenhallen wichtig und ich mag den Rosensteinpark (nicht nur als Joggingstrecke).
Weniger gut gefallen mir die S21-Baustellen. Fehlen tut mir hier eigentlich nix, es gibt ausreichend Einkaufsmöglichkeiten, spannende Kneipen, nette Nachbarn und eben den Park.

4. Was würdest du in Stuttgart verändern, wenn du die Möglichkeit hättest?

Den Verkehr: Ring für Kfz, Bahn und Fahrrad um Stuttgart. 24/7-Betrieb der Bahnen, Fahrradstraßen in Wohngebieten, neue Verkehrsmittel wie Elektroroller und Segways zulassen.
Die städtische Boden- und Wohnungspolitik mittels SWSG, Wohnungen und Mietpreise, nicht jede Subkultur plattmachen sowie Bausünden entfernen bzw. ersetzen.

5. Dein Lieblingsort in Stuttgart? Oder hast du gar mehrere?

Killesbergpark, Wildpark mit Bärenschlössle.

6. Wie verbringst du deine Freizeit am liebsten?

Freunde treffen, Grillen, Musik hören, Mountainbiken.

7. Dein Lieblingsrestaurant?

Gut: Riva (S-West); viel: Shanghai (All-you-can-eat-Buffet in der Heilbronner Straße).

8. Wo kann man dich abends antreffen?

LKA, Rockfabrik, Rathaus, Flora & Fauna.

9. Welche Verkehrsmittel benutzt du bevorzugt im Alltag?

Fahrrad (auch elektrisch) und Auto.

10. VfB oder Kickers?

Slayer!

11. Dein persönliches Kulturhighlight in Stuttgart dieses Jahr?

Metal Church im Club Cann.

12. Wenn du eine schräge Idee für das zukünftige Rosensteinviertel und unsere Agenda Rosenstein verwirklichen könntest, welche wäre das?

Ein(!) 400m Hochhaus mit gekapselter Rutsche nach unten entlang der Fassade, drumherum Park mit Sportflächen.

 

Die Stadtisten

Die Stadtisten

Die Stadtisten sind eine kommunalpolitische Wählervereinigung in Stuttgart und Aktionsplattform für Initiativen. Politik, wie wir sie verstehen, bedeutet: gemeinsam Lösungen zu finden, für die Fragen und Probleme, die die Stadt und das Gemeinwesen betreffen. Dabei benutzen wir Herz, Hand und Hirn, sind ebenso rational wie einfühlsam. Politik braucht Mitgefühl, soziale Wärme und Solidarität. Das, was unsere Herzen bewegt, werden wir aus dem Stadtgespräch in die Politik hineintragen.

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