Raum

13-12-22 Raum - Martin Zentner

Die Vision

Stuttgarts topographische Lage ist eine besondere: da gibt es den engen Talkessel, die steilen Hänge, Wald und Weinberge und den – über lange Jahre vernachlässigten – Neckar. Natürliche Gegebenheiten, die für die Gestaltung des städtischen Raums zum einen Grenzen setzen, eröffnen zum andern auch interessante, Stuttgart-spezifische Möglichkeiten.

Die Eckpunkte

Der Talkessel ist eng. In den Innenstadtbezirken konkurrieren viele verschiedene Interessen um den knappen Raum: Gebäude und Grün, Straßen und Plätze, Veranstaltungsorte, Autos (fahrend oder stehend), Menschen zu Fuß, auf dem Rad oder einfach nur im Café sitzend. Grundstücke und Immobilien sind in Stuttgart teuer. Die gebaute Realität Stuttgarts – als Ergebnis der Stadtplanung und Stadtpolitik der letzten Jahrzehnte – erscheint oft weniger an der Lebensqualität in der Stadt, an ihren Menschen und ihren Bedürfnissen orientiert, sondern an rein ökonomischen der Bauherren und Betreiber, an Gewinn und Spekulation. Das Ergebnis ist die für Stuttgart typische gesichtslose Business-Monokultur, mit phantasielosen Konfektionsbauten, mit leerstehenden Büros, Die dahinter stehenden Mechanismen gilt es aufzubrechen.

Freiraum, Wohnraum, Raum für Menschen. Eine gute Entscheidungshilfe bei politischen Entscheidungen könnte die Frage sein, ob damit die lebendige Vielfalt in der Stadt gestärkt wird. Wird Lebens- und Aufenthaltsqualität gefördert und entsteht ein anregendes und vielfältiges städtisches Umfeld? Werden die Interessen der Menschen, die hier leben und arbeiten, von Kindern und von alten Menschen berücksichtigt? Bekommt Kultur, die jenseits der etablierten Institutionen stattfindet, ihren Raum, statt immer weiter an den Rand gedrängt zu werden? Führt es Menschen auf Straßen oder Plätzen zusammen und bereichert es das kulturelle oder soziale Leben?

Letztendlich liegt die Frage zu Grunde, was städtische Lebensqualität bedeutet: zu dieser Diskussion möchten wir anregen!

Stuttgarter Schmuckstücke. Stuttgart verfügt über ein interessantes baugeschichtliches Erbe – vom alten Schloss bis zu seinen über 400 „Stäffele“. Darunter finden sich viele einzelne Schmuckstücke bzw. Meilensteine der Architekturgeschichte. Viele dieser Schätze aber fristen ein Dasein im Vergessenen, obwohl sie wichtig sind für die Ausprägung einer städtischen Identität. Ähnliches gilt für den Neckar – dabei ist Stuttgart doch eigentlich eine “Stadt am Fluss”! Oder muss sie erst zu dieser gemacht werden?!?

Die Aufgabe

Entscheidungen über Raumvergabe und Baugenehmigungen sind große Entscheidungen mit langfristigen Konsequenzen. Diese müssen sorgfältig abgewogen werden. Wir wollen, dass dabei auch die schwächeren Stimmen gehört werden. Radikallösungen sind selten die besten und oft unnötig. Gute Stadtentwicklung braucht einen menschlichen Maßstab und einen behutsamen Umbau unter Würdigung der bestehenden historischen Schichten, im Interesse der Vielfalt und Bedürfnisse aller.

 


Autorenbeiträge

13-12-29 Deborah Brinkschulte -

Stuttgart am Neckar – Stadt am Fluss

Autorenbeitrag: Deborah Brinkschulte

Stuttgart liegt am Neckar. Über 20 km zieht er sich durch die Stadt. Für die Stuttgarterinnen und Stuttgarter könnte er zur Lebensader werden. Bislang fehlt es jedoch an durchgängigen Wegeverbindungen entlang des Flusses und an Querverbindungen zwischen den Stadtteilen über den Fluss. Ein Gesamtkonzept muss her.

13-12-22 Thorsten Puttenat - Duncan Smith

Chance Villa Berg

Autorenbeitrag: Thorsten Puttenat

Die Zukunft der Villa Berg und ihres Areal ist ungewiss. Unsere Stadt hat hier die Chance ein Projekt mit Modellcharakter zu entwickeln, das über Stuttgart hinausstrahlen könnte.

 


Stuttgart

 


Was ist eigentlich aus dem Rosenstein-Projekt geworden?

In Stuttgart soll ein neuer Stadtteil auf den frei werdenden Gleisflächen entstehen. “Wir möchten Sie an der Gestaltung dieses neuen Stadtteils intensiv beteiligen,” verspricht die offizielle Webseite. Wo steht dieses Projekt momentan? Bis jetzt eine unbeantwortete Frage.

rosenstein-stuttgart.de/index.php

 


Der Shared Space in der Tübinger Straße

Stuttgart erprobt ein neues Verkehrskonzept. Seit Sommer 2013 teilen sich Autos, Fußgänger und Radfahrer die Tübinger Straße als so genannte Mischverkehrsfläche. Funktioniert auf der Kreuzung gut, weniger an den Straßenrändern. Schafft aber neue Qualität im öffentlichen Raum. Das Image-Video der Stadt Stuttgart:

Haltung Konsum - lightsniper

InselGrün Stuttgart

Man nehme ein brachliegendes ehemaliges Industrie-Areal, einen vergessenen Ort mitten in der Stadt, schließe sich mit einer Handvoll engagierter Bürger zusammen und mit viel Liebe und Geduld holt man sich auf diese Weise ein Stück Natur zurück in die bebaute und versiegelte Stadt. Ein gelungenes Urban-Gardening-Projekt in Stuttgart stellt sich vor: inselgruen.org

131229 - urban-gardenig

Vernetzung von Urban Gardening-Projekten in Stuttgart

Diese Seite gibt Hilfestellungen zur Planung und Durchführung eigener Urban-Gardening-Projekte in Stuttgart und stellt Links zu bereits bestehenden Projekten in Stuttgart und in anderen Städten bereit:

urbanstuttgarten.de/index.html

13-12-29 - urban-gardening-2

Urban Gardening in Stuttgart

Urban Gardening – Nutzung brachliegender Flächen und öffentlicher Grünflächen zur emissionsfreien Versorgung der Bürger mit gesunden und natürlichen Nahrungsmitteln im Rahmen von Initiativprojekten in Stuttgart – darum geht es auf der facebook-Seite zum “Urban Gardening” in Stuttgart:

facebook.com/pages/Urban-Gardening-Stuttgart/254686521283487

Titelfoto: lightsniper.de