Teilhabe

13 Teilhabe Rampe - Sozialhelden e.V.

Die Vision

Stuttgart ist vielfältig. Hier leben Alteingesessene und „Reigschmeckte“, Mehrheiten und Minderheiten, Reiche und Arme, Junge und Alte, mit Migrationshintergrund und ohne. Wir wollen den Blick füreinander öffnen, für ein gutes Miteinander in einem Klima gegenseitiger Achtung.Dazu gehört es für uns, jedem seine individuelle Teilhabe am städtischen Leben zu ermöglichen. Denn wir sind überzeugt: die Vielfalt tut uns und unserer Stadt gut!

Die Eckpunkte

Teilhabe für jeden. Stuttgart ist eine reiche Stadt und es gibt viele Gelegenheiten, sich fair und solidarisch  zu zeigen. Wenn Teilhabe – zum Beispiel an Kultur – bei uns am Geld scheitert, dann machen wir etwas falsch. Genauso, wenn Eltern mit Kinderwagen oder Menschen mit eingeschränkter Mobilität auf zahlreiche Barrieren im öffentlichen Raum stoßen. Wir haben die Vision eines neuen Miteinanders von wohlhabenden und weniger wohlhabenden Stuttgartern, das nichts mit Bevormundung und Almosen zu tun hat. Dabei ist uns wichtig, dass die Menschen sich neu und auf Augenhöhe begegnen. Teilhabe ist keine Einbahnstraße, sie erfordert auch Teilnahme, ist Geben und Nehmen zugleich.

Teilhabe in unterschiedlichen Lebensphasen. Wir sind jung und werden alt, wir werden krank und wieder gesund – oder bleiben dauerhaft eingeschränkt. Ein ausgeprägter Gemeinsinn soll sicherstellen, dass jeder individuell und selbstbestimmt Entscheidungen für sein Leben treffen kann – mit Angeboten und Modellen, die seinen Bedürfnissen entsprechen. In der Familie, im Freundeskreis, in den Nachbarschaften und darüber hinaus. Der wachsende Anteil an alten Menschen wird einschneidende Veränderungen für die Gesellschaft mit sich bringen: sie engagieren sich bereits mit viel Zeit und Energie für gesellschaftliche Belange und fordern aktiv Teilhabe ein. Andererseits wird es immer mehr Menschen mit körperlichen und psychischen Einschränkungen geben, auch im öffentlichen Raum.

Politische Teilhabe. Im Privaten kann jeder für sich entscheiden, welchen Lebensstil und Lebensentwurf er leben will  – doch jenseits der Wohnungstür begeben wir uns auf ein anderes Terrain. Hier beginnt der gesellschaftliche und politische Aushandlungsprozess zwischen verschiedenen Interessen, zwischen Ansprüchen und dem, was machbar ist. Politisches Engagement mag mitunter mühselig und zeitraubend sein. Trotzdem ist es die Basis, auf der eine Gesellschaft gedeihen und sich entwickeln kann. Speziell über Bürgerbeteiligung wurde und wird in Stuttgart viel diskutiert. Wir wollen darüber hinaus ganz grundsätzlich anregen, sich über die eigene gesellschaftliche und politische Teilhabe Gedanken zu machen. Gerade in einzelnen Ideen und kleinen Initiativen sehen wir die Keimzelle für das Neue, das unsere Gesellschaft braucht und verändert.

Die Aufgabe

Wir wollen Teilhabe an der Stadtgesellschaft für jede Bürgerin und jeden Bürger. Im solidarischen Miteinander können wir dafür sorgen, dass Menschen hier eine gute Basis des Zusammenlebens schaffen. Teilhabe wollen wir aber auch für das Neue, Freche, Unbequeme, Kleine oder Fremde. Denn gerade aus dieser Vielfalt und Mischung wird Neues entstehen. Wir nehmen auch für uns als Stadtisten politische Teilhabe und Teilhabe am Leben der Stadt in Anspruch und bieten über unsere Plattform anderen Einzelnen, Gruppen oder Initiativen die Möglichkeit, sich zu vernetzen, Gleichgesinnte zu finden, Ideen und Ressourcen zu teilen und an der politischen Meinungsbildung mitzuwirken.

 


Autorenbeiträge

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Generationendialog

Autorenbeitrag: Lars Becker

„Wir haben verlernt uns wertzuschätzen, wenn z.B. die ältere Nachbarin sich etwas mehr Ruhe wünscht und die junge Familie mehr Toleranz für die spielenden, „lärmenden“ Kinder. Jede Generation hat etwas beizutragen, von dem die anderen Generationen „profitieren“ können.“


Willkommenskultur

Autorenbeitrag: Lars Becker

Die Stadt kann die Grundlagen dafür schaffen, um eine Willkommenskultur in Stuttgart zu befördern. Dafür gilt es sich einzusetzen. Die Haltung der Stuttgarter Bürgerinnen und Bürger liegt nicht in den Händen des Gemeinderats, sondern bei jedem selbst. Flagge zeigen!

 


Stuttgart

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Bürgerbeteiligung in Stuttgart?

In Stuttgart steckt die Bürgerbeteiligung noch in den Kinderschuhen. Am 5. Dezember 2013 hat der Gemeinderat mit einem Grundsatzbeschluss der Verwaltung dazu befasst. Zudem haben die Bürgerinnen und Bürger seit 2011 alle zwei Jahre die Möglichkeit, sich am sogenannten Bürgerhaushalt zu beteiligen. Noch in der Pilotphase ist das Beteiligungsportal der Stadt Stuttgart. Wer Missstände entdeckt, kann sich über die Gelbe Karte an die Stadtverwaltung wenden.

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Initiative „Unsere Altstadt“: Es ist noch Suppe da.

Am Samstag, den 14. Dezember 2013 trat die neue Initiative „Unsere Altstadt“ zum ersten mal mit einer Aktion in Erscheinung. Die Stadtisten waren vor Ort und haben sich umgeschaut.

Von 12 bis 17 Uhr hieß es im Leonhardsviertel „Es ist noch Suppe da“. Drei verschiedene Suppen zu je 50 Cent wurden ausgegeben. An den Schöpflöffeln standen unter anderen Vincent Klink, Michael Gaedt und Stefanie Anhalt.


Anregung

13-- Zeit-sich-einzumischen

Buchtipp: Walter Sittler, Gerd Leipold

Zeit, sich einzumischen

Vom Taksimplatz nach Island. Begegnungen auf dem Weg ins Anthropozän

Wenn sich ein Schauspieler und Stuttgart-21-Bürgerprotestler mit einem Wissenschaftler und Ex-Greenpeace-Chef zum Thema Politik verbündet, wird es spannend. Die Erkenntnis ihrer Reisen durch Europa: die Politik weiß es nicht besser als ihre Bürger. Ihr Fazit: Die Forderung nach mehr Transparenz und ein Plädoyer für Bürgerbeteiligung und echte Demokratie.

Sagas, 2013
ISBN: 978-3-9812510-1-2, 19,99 € (D)
288 Seiten, gebunden
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13-- Sozialhelden - sozialhelden e.V

Die Sozialhelden

Die Berliner Initiative SOZIALHELDEN e.V. wurde von Jan und Raul Krauthausen gegründet. Sie nehmen sich alltäglicher sozialer Probleme an und machen mit außergewöhnlichen Sichtweisen darauf aufmerksam. Damit wollen sie Menschen zur Teilnahme animieren, die sich sonst kaum engagieren.
sozialhelden.de
de.bergfuerst.com/partner/wheelmap

Titelfoto: Sozialhelden e.V.