Positionen

Verkehr • Kultur • Öffentlicher Raum • Nachbarschaft • Wohnen • Umwelt • Bildung • Wirtschaft • SicherheitStadtentwicklungNatur in der Stadt


Verkehr

Alternativen zum Auto konsequent fördern

Stuttgart gehört bundesweit zur Spitze beim Stau. Das Konzept der autogerechten Stadt prägt das Bild Stuttgarts bis heute. Busse und Bahnen sind in den Hauptzeiten überfüllt. Die Verspätungen der S-Bahn sind ein tägliches Ärgernis. Radfahren gilt vielen als zu gefährlich. Kurzum: Wir müssen den Verkehr neu denken.

Um die Verkehrsbelastung zu senken, sind langfristig angelegte Strategien in Zusammenarbeit mit der Region erforderlich. Wir wollen Alternativen zum Auto konsequent fördern und ausbauen, um die Zahl der Pkws und Lkws zu reduzieren. Wir befürworten die Umwandlung von Straßen und Flächen zugunsten von Fußgängern, Radfahrern und neuen Formen der Mobilität, wo es sinnvoll und notwendig ist.

Klar ist, dass der öffentliche Personennahverkehr attraktiver werden muss. Die Infrastruktur fürs Fahrrad braucht ein Gesamtkonzept und neue Ideen. Wir setzen auf überzeugende Angebote statt auf Verbote.

Stuttgart, du bist längst beim Verkehrsinfarkt angelangt, du kannst es viel besser. Denn du hast das Know-how vor Ort: die Mobilitätskonzerne, die Zulieferer, die Hochschulen und Institute. Du kannst zum Motor neuer Fortbewegung werden.

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Kultur

Subkultur und freie Szene fördern

Um die Stuttgarter Hochkultur ist es gut bestellt. Oper, Ballett und Schauspiel werden großzügig gefördert und erfreuen sich internationaler Aufmerksamkeit. Für die geplante Sanierung der Oper ist ein dreistelliger Millionenbetrag veranschlagt.

Anders sieht es bei der Kultur im Kleinen aus – ob Subkultur, freie Szene oder Alternativkultur. Bedingt durch hohe Mietpreise mangelt es hier an Orten, an denen sich diese Spielarten entfalten können. An Freiraum, der als Nährboden für kulturelle Vielfalt dient, wo man experimentieren kann und Neues entsteht.

Wir Stadtisten setzen uns dafür ein, dass Stuttgart neben der Hochkultur auch die kulturelle Vielfalt fördert und ihr den notwendigen Raum zur Entfaltung bietet. Von einer facettenreichen Kulturszene profitieren alle – sie macht die Stadt lebenswerter. Mit unserer Agenda Rosenstein stellen wir die Weichen für ein Künstlerviertel innerhalb des zukünftigen Rosensteinquartiers.

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Öffentlicher Raum

Straßen und Plätze attraktiver machen

Ein vielfältig und kreativ genutzter öffentlicher Raum fördert die Nachbarschaft. Er stärkt den persönlichen Bezug zur Umgebung, verhindert Anonymisierung und stiftet Identität in der Stadt, in der wir leben und lieben. Straßen und Plätze sind mehr als nur die Strecke von A nach B, sie sind Raum für Begegnung und Orte der Freiheit und Demokratie.

Deshalb setzen wir uns dafür ein, das Potenzial Stuttgarts – mit seiner besonderen Topographie, der Nähe zum Fluss, dem vielen Grün und seinen urbanen Plätzen – zu stärken. Wir wollen zudem die Rahmenbedingung für gemeinwohlorientiertes bürgerschaftliches Engagement im öffentlichen Raum besser und attraktiver machen.

In diesem Zusammenhang setzen wir uns dafür ein, dass die Rolle der Bezirksbeiräte in den 23 Stuttgarter Stadtbezirken aufgewertet wird, denn sie kennen ihre Nachbarschaften am besten.

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Nachbarschaft

Miteinander leben – Nachbarschaft und Solidarität in Stuttgart stärken

In Stuttgart leben Jung und Alt, Arm und Reich auf engstem Raum zusammen. Städte ziehen Menschen unterschiedlicher Herkunft an. Sie bieten Raum für vielfältige Lebensmodelle und Lebensformen. Dies macht das Leben in der Stadt spannend, manchmal auch spannungsreich.

Respekt und Offenheit fördern das Miteinander in der Nachbarschaft und in der Stadtgesellschaft. Wir Stadtisten wenden uns gegen Hass und Abschottung. Eine gemeinsame Identität als Stadtgesellschaft und eine Solidarität im Miteinander entstehen nicht von allein. Mit unseren Initiativen „Refugees, welcome to Stuttgart“ und „Obendrauf“ tragen wir dazu bei. Pluralismus in unserer Stadt ist für uns bereichernd und selbstverständlich.

Wir wollen das bürgerschaftliche Engagement in Stuttgart erhalten und stärken. Die Stadt soll Initiativen und Vereine, die sich für ein friedliches Miteinander einsetzen, finanziell und ideell unterstützen.

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Wohnen

Aktive Bodenpolitik und Wohnraum in kommunaler Hand

Der Mangel an Wohnraum und die steigenden Mieten und Grundstückspreise führen dazu, dass immer weniger Menschen es sich leisten können, in Stuttgart zu wohnen. In einer Wirtschaftsregion mit vielen Arbeitsplätzen ist die Nachfrage hoch. Deshalb muss die Stadt Stuttgart alle Maßnahmen ergreifen, um auch Haushalten mit unteren und mittleren Einkommen das Wohnen in der Stadt zu ermöglichen und eine soziale Durchmischung zu erreichen.

Wir wenden uns gegen einen weiteren Verkauf kommunaler Wohnungen und Grundstücke durch die Stadt und ihre Tochtergesellschaften. Wir treten ein für eine aktive Bodenpolitik und die Schaffung nutzungsgemischter „Urbaner Gebiete“. Um eine Entspannung auf dem Wohnungsmarkt zu erreichen, sind Nachverdichtungen auch über die Anpassung von  Bebauungsplänen erforderlich.

Auf stadteigenen Grundstücken, die in Erbpacht zweckgebunden vergeben werden, befürworten wir eine Vergabe, bei der das beste Konzept einer gemeinwohlorientierten Entwicklung entscheidet. Der Anteil der geförderten Wohnungen im Stuttgarter Innenentwicklungsmodell (SIM) soll verdoppelt, die Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft (SWSG) unter städtischer Kontrolle gestärkt werden.

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Umwelt

Umweltschutz in allen Bereichen politischen Handelns verankern

Der Erhalt und Schutz der Grundlagen allen Zusammenlebens – unsere Umwelt – muss politisch so verantwortungsvoll und nachhaltig wie möglich gestaltet werden. Was sich einfach sagt, erweist sich im Alltag als weit schwieriger.

Wir leben in einer Zeit zunehmenden Konsums, die Nutzung unserer Ressourcen steigt weiter. Die Herausforderung, an diesen Verhältnissen etwas zum Positiven zu wenden, ist immens. Umweltaspekte müssen bei sämtlichen Entscheidungen des Gemeinderats eine wesentliche Gewichtung erfahren. Konsens muss sein, dass Umweltschutz in allen Bereichen politischen Handelns zur Selbstverständlichkeit wird. Wir wollen die konsequente Weiterentwicklung, weg von rein kostenorientierten, hin zu nachhaltigen Lösungen. Die Gesundheit aller Stuttgarterinnen und Stuttgarter, und auch die künftiger Generationen hat für uns Vorrang.

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Bildung

Bildungsbeauftragte und Bildungsbeirat einrichten

Wir brauchen eine Vision für ein Stuttgart als Bildungsstandort. Es gilt, eine von uns allen gestaltete Wissensgesellschaft als tragfähiges Zukunftsmodell ins Bewusstsein zu rücken.

Dabei schauen wir über die Rolle der Stadt Stuttgart als Schulträger hinaus. Neben der klassischen Aus- und Weiterbildung sollen die soziale, die emotionale und die kreative Bildung stärker in den Fokus rücken. Sie tragen zur Alltagsbewältigung und zum Zusammenhalt innerhalb der Gesellschaft bei. Leicht zugängliche Bildungsangebote sollen Beteiligung und Engagement im sozialen, kulturellen und politischen Leben sowie im ökologischen Bereich erleichtern.

Wir setzen uns für die Schaffung einer städtischen Bildungsbeauftragtenstelle und die Gründung eines Beirates ein, der Bildung über die gesamte Lebensspanne betrachtet und die Zusammenarbeit möglichst vieler Kooperationspartner fördert.

Frühkindliche Bildung liegt uns besonders am Herzen. Die Stadt sollte hier genügend Plätze in Einrichtungen für Vorschulkinder zur Verfügung stellen und insbesondere bildungsfernen Familien den Zugang erleichtern.

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Wirtschaft

Den technologischen Wandel ethisch und nachhaltig gestalten

Das produzierende Gewerbe hat seinen angestammten Platz in der Region und in der Stadt Stuttgart. Digitalisierung und Automatisierung verändern die Rahmenbedingungen dafür und lassen neue Themenfelder entstehen. Dazu zählen unter anderem die Robotik und die multimodale Mobilität. Wir wollen, dass die Stadt Stuttgart entsprechende Prozesse begleitet, unterstützt und vor allem gestaltet.

Ebenso brauchen Handwerk und Mittelstand sowie die Medien- und Kreativbranche in Stuttgart geeignete Rahmenbedingungen, um sich zeitgemäß entwickeln zu können. Das kreative Potential der Absolventen unserer Ausbildungsstätten und Hochschulen wollen wir gewinnbringend für die Stadt nutzbar machen. Innovation und Forschung sind wichtige Ressourcen für die Zukunft. Daher halten wir es für wichtig, dass Kooperationen zwischen Wissenschaft, Hochschulen, Stadt und Unternehmen gefördert und ausgebaut werden. Wir setzen uns dafür ein, dass Start-Ups geeignete Gebäude vorfinden und durch Gründerpaten unterstützt werden.

Wichtig ist uns, besonders Unternehmen zu fördern, die auf Nachhaltigkeit setzen und ethische Grundsätze verankert haben. Hier soll die Stadt bei der Vergabe von Aufträgen mit gutem Beispiel vorangehen.


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Sicherheit

Sich frei und sicher im öffentlichen Raum bewegen

Stuttgart ist eine sichere Stadt. Die Kriminalität ist niedrig. Die Menschen leben gerne hier. Dennoch: Sicherheit ist und bleibt ein Thema. Sei es beim nächtlichen Weg allein nach Hause oder auf dem Weg zur Schule.

Wir Stadtisten haben uns gute Nachbarschaft auf die Fahnen geschrieben. Persönliche Beziehungen und Austausch fördern Begegnung. Sehen und gesehen werden schafft Transparenz. Beides trägt zur Sicherheit für alle bei. Wo man sich kennt und zusammenhält, braucht es keine Überwachung. Wir sind dafür, dass die Stadt Stuttgart das Engagement der Bürgerinnen und Bürger in sozialen Netzwerken und in Vereinen voranbringt. Zu den Aufgaben der Stadt gehört aber auch, dass die Polizei dort, wo es nötig ist, anwesend und ansprechbar ist.

In dunklen und unübersichtlichen Ecken kann selbst dem größten Optimisten bange werden. Wir möchten, dass dunkle Wege und Orte besser ausgeleuchtet werden. Der öffentliche Raum soll zudem so gestaltet werden, dass lebenswerte Treffpunkte entstehen. Denn Plätze, auf denen Menschen zusammenkommen, schaffen ein Gefühl der Sicherheit. So fördert zum Beispiel ein Bolzplatz in der Nachbarschaft das Miteinander oft besser als Überwachung.


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Stadtentwicklung

Nach menschlichem Maßstab planen

Stuttgarts Stadtplanung folgte lange Zeit dem Leitbild der autogerechten Stadt. Der Österreichische Platz ist ein Relikt aus dieser Zeit. Das großartige Engagement der Initiative “Stadtlücken” zeigt, wie man selbst diesem Ort Leben einhauchen kann. Wir Stadtisten stehen für eine Stadt nach menschlichem Maßstab – für einen lebendigen, urbanen Raum, in dem man sich gemeinschaftlich und individuell entfalten kann.

Stuttgart wächst. Die Möglichkeiten der Innenentwicklung sind jedoch begrenzt, da schon heute die Bebauungsdichte sehr hoch ist. Gleichzeitig sind Grünflächen für Aufenthaltsqualität und Klima wichtig. Darum braucht es auch unkonventionelle Konzepte der Nachverdichtung und Umnutzung.

Bei der Außenentwicklung muss man mit Bedacht vorgehen: Wir befürworten eine dichte, durchgrünte Mischnutzung statt einer Versiegelung von Land für Wohngebiete mit geringer Bevölkerungsdichte. Wir setzen uns für die Stärkung der einzelnen Stadtteile und deren Zentren ein, um eine Stadt der kurzen Wege mit guter Nahversorgung und lebendigen Begegnungsräumen zu ermöglichen. Ein Beispiel, das unsere stadtgesellschaftlichen Ziele veranschaulicht, ist unsere Agenda Rosenstein. Auch in Zukunft wollen wir ortsbezogene Konzepte entwickeln.


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Natur in der Stadt

Wildwuchs in der Stadt zulassen

Das Grün unserer Stadt ist Lebensraum für Pflanzen und Tiere und ist Fläche für Freizeit und Erholung. Es ist Produktionsfläche für Kalt- und Frischluft sowie für Nahrungs- und Futtermittel, Biomasse und Holz. Unser Grün spendet Schatten und dient der Ästhetik. Hierzu zählen Stuttgarts Felder, Wälder und Weinberge, Wiesen, Gärten und Friedhöfe.

Mit den richtigen ökologischen Maßnahmen kann die Stadt biologische Vielfalt fördern und auf klimatische Veränderungen reagieren. Wir setzen uns dafür ein, dass die Begrünung von Dächern und Fassaden ausgeweitet wird, zumal sie zusätzlich den Energiebedarf der Gebäude reduziert.

Bewirtschaftet nach den Prinzipien der Permakultur – ohne ständigen Wechsel der Beetkulturen – könnte Stuttgart eine ökologische Vorreiterrolle einnehmen. Mehrjährige heimische Pflanzen sind ökologisch sinnvoller. Sie verringern den Einsatz von Dünge- und Spritzmitteln sowie den Pflegeaufwand und erhöhen die Insektenpopulation.

Ernten erlaubt! – das Konzept der „Essbaren Stadt“ bringt Nutzpflanzen nach Stuttgart, wovon alle profitieren.

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